





2.300 Gäste auf der 10. Olympischen Ballnacht des Landessportbundes Hessen e.V. – Musik, Tanz und tolles Programm – „Her Majesty, the Queen“ war der Stargast eines überaus gelungenen Abends
Der Beifall, der einsetzte, als Ministerpräsident Volker Bouffier aufforderte, dem Landessportbund Hessen „zum Geburtstag dieser tollen Idee“ zu gratulieren, sprach für sich. Mehr als 700 Gäste applaudierten im Foyer des Wiesbadener Kurhauses vernehmbar und anhaltend. Denn: Was im Jahr 2002 als ein zartes Pflänzchen im Garten hessischer Bälle begann, hat sich bis heute zu einer mehr als ansehenswerten Pflanze mit einer tollen Blütenpracht entwickelt. Die Olympische Ballnacht des Landessportbundes Hessen beging jetzt ihr erstes rundes „Jubiläum“.
Zehn Jahre alt wurde die im Jahr 2002 Realität gewordene Vision der Unterstützung der Bewerbung der Region Frankfurt Rhein-Main um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2012 in Form eines Balls. Die Olympischen Spiele 2012 Frankfurt Rhein-Main blieben zwar eine Vision, die Olympische Ballnacht des Landessportbundes Hessen aber ist zwischenzeitlich bestens etabliert.
Und wie! 2.300 Gäste, soviel wie in keinem Jahr zuvor, feierten am Samstag, dem 24. September, gemeinsam mit der Dachorganisation des hessischen Sports „im schönsten Kurhaus Deutschlands“, wie Kenner konstatieren.
Das alles bei einem Ballprogramm mit zahlreichen artistischen und musikalischen Höhepunkten, einem Flanierprogramm, das kurzweilig Sport und Unterhaltung miteinander verband und vor allem bei der Wahl der hessischen Sportlerinnen und Sportler des Jahres.
Her Majesty, the Queen
Selbstverständlich, dass sich (nicht nur) vor diesem Hintergrund die Gästeliste wie ein „who is who“ der Freunde des Sports in Hessen las.
An der Spitze der Liste stand freilich eine Dame aus Great Britain. Niemand anderes als „Her Majesty, the Queen“ nämlich gab dem Sport in Hessen die Ehre.
„Very british“. So lautete – mit Blick auf die Olympischen Spiele in Landon – das Motto der Ballnacht 2012.
Bindeglied
Und wer wäre als Bindeglied zwischen Hessens Sport und dem Empire besser geeignet, als die König höchst selbst? Zugegeben, ganz persönlich erschien „Her Majesty“ nun doch nicht. Aber mit Mary Reynolds, die der „Royal Highness“ verblüffend ähnelt, war immerhin das offizielle Queen-Double nach Wiesbaden gereist.
Perfekte Doppelgängerin
„Im Zeitalter der Plagiate haben wir die Doppelgängerin der Queen eingeladen. Aber alle anderen Gäste sind echt“, scherzte ein gut aufgelegter Dr. Rolf Müller, Präsident des Landessportbundes Hessen, denn auch während der Begrüßung der Gäste im Friedrich-von-Thiersch-Saal des Kurhauses. Dass er der „Queen“ einmal aktiv und mit helfender Hand zur Seite stehen würde, das hätte Müller im Vorfeld der Ballnacht sicher nicht vermutet.
Helfende Hände
Aber während der symbolischen Entzündung der Olympischen Flamme in der Feuerschale im Foyer des Kurhauses hatte die Königin Hilfe nötig. Doch mit dem Mann an der Spitze des hessischen Sportes und mit keinem Geringeren als Hessens Ministerpräsidenten Volker Bouffier als weiterem Assistenten sollte das Vorhaben schlussendlich gelingen: Die Flamme brannte hell und strahlend.
Doch zurück in den Friedrich-von-Thiersch-Saal. „Der Saal gleicht erneut unserem Wohnzimmer mit Gästen, die wir auch zuhause gerne einladen würden“, charakterisierte Dr. Rolf Müller eine der herausragenden Eigenschaften der Olympischen Ballnacht. Unabhängig von Rang und Titel, von Position oder Parteizugehörigkeit der Gäste: Eines verband an diesem Abend alle.
Freunde des Sports
Das ist die Freundschaft zum Sport in Hessen. Anders ausgedrückt: Die Olympische Ballnacht ist das Fest der hessischen Sportfamilie und ihrer Freunde. Und die feiern sympathisch zwanglos statt gezwungen, ungekünstelt fröhlich statt verbissen, und vor allem mit viel echtem Spaß statt aufgesetztem Gehabe. Das alles prägte schon die Ballnächte der Vergangenheit und machte auch wieder das unverwechselbare Flair der Ballnacht 2011 aus.
Kein Wunder, dass sich sportliche Superstars wie Ariane Friedrich, Betty Heidler, Birgit Prinz oder Pascal Roller hier ebenso wohl fühlen, wie ranghohe Vertreter der Landespolitik, der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens. Kein Wunder, dass die Stimmung nicht nur im Friedrich-von-Thiersch-Saal, sondern auch in den Salons des Kurhauses nahezu bis zum Morgengrauen anhielt und viele der Bands erst nach etlichen Zugaben ihre Verstärker ausschalten durften. Und kein Wunder, dass das Rahmenprogramm der Ballnacht mit reichlich von Herzen kommenden Beifall bedacht wurde.
Verdientermaßen, startet das Programm doch gleich furios. Die „Art & Act Dancers“ brillierten mit einem Medley bekannter Musicals. Die erfolgreiche rhythmische Sportgymnastin Anne Jung (mehrfache Europa und Deutsche Meisterin) „untermalte“ diesen Programmteil sportlich-visuell.
„Veniamin“, das sind der ehemaliger rumänischer Meister im Kunstturnen Ioan Veniamin Oprea, und Partnerin Anna Oprea, ebenfalls ehemalige Europameisterin in der Sportakrobatik, begeisterten mit dem von ihnen entwickelten „Human Slinky“ die Gäste.
Erstaunliche Bilder
Alexander Rizaev, Handstandäquilibrist aus der legendären Moskauer Zirkusschule, entwarf ein ums andere Mal mit kraftvoll-geschmeidigen Körperverbiegungen erstaunliche Bilder. „Upside Down Red“ war die Atem beraubende Synthese von Tuchartistik und Luftakrobatik und dem archaischen Klang einer voluminösen Trommel. Und die Formationsgemeinschaft Fischbach & Hofheim zeigte (unter anderem) zu Musik von Christina Aguilera, wie Rhythmus, Geschwindigkeit und Elegance zur perfekten Tanzchoreografie verschmelzen.
„Musik, Musik, Musik“ – fetziger britischer Pop, aber auch getragene Klänge in den Salons, aktuelle Chart-Hits und Evergreens in der Disco und eine gelungene Mischung tanzbarer Stücke im Kurhaussaal (hier spielten Willy Ketzer und Band mit Stargast Zeeteah Massiah) sorgten dafür, dass auch die wenigen Tanzmuffel unter den Gästen keine Chance hatten, sich dem Rhythmus zu entziehen.
Wer denn tatsächlich die Tanzfläche verließ, auf den wartete ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Laser-Schießen oder die Einführung ins Dartspiel, an der Wii-Station der Sporthilfe Hessen mit Ariane Friedrich „konkurrieren“, am Balance-Kreisel des Landesportbundes Haltung bewahren oder am Stand des Olympiastützpunktes die Sprungkraft testen.
Landung in Frankfurt
Der Möglichkeiten gab es viele. Dazu gehörten auch der Golfabschlagkäfig von LOTTO Hessen oder der Flugsimulator der FRAPORT AG. Hier wurde in einer Boeing 737-800 der Anflug auf Frankfurt simuliert.
Wer wollte, konnte sich zudem bei Roulette oder Black Jack (und zwar ganz ohne Risiko) des Casinos Wiesbaden versuchen, bei „4 gewinnt“ von Dorint Pallas Wiesbaden Strategien erproben oder an Mini-Tischtennistischen (Hessischer Tischtennis Verband) den kleinen Schläger führen.
Fotoaktion
Und schließlich bildete die Fotoaktion des Wiesbadener Kuriers, bei der man(n) (und frau) das eigene Foto auf einer Zeitungs-Titelseite eingedruckt mit nach hause nehmen konnte, einen „nachhaltigen Aspekt“ des Abends.
„Es war ein toller Ball. Und nächstes Jahr sind wir wieder dabei“, lautet zum Abschluss das Kompliment der Gäste. Nächstes Jahr, das heißt am Samstag, dem 29. September 2012.
Das Bestellen der Saal- oder Rangkarten sollten Interessierte dabei nicht auf die lange Bank schieben. Die ersten Bestellungen liegen bereits vor und die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass die Saalarten schnell ausverkauft sind.
In diesem Sinne auf ein Wiedersehen im Kurhaus Wiesbaden zur Olympischen Ballnacht 2012. Ralf Wächter

Der Hauptpreis des Ballnacht-Tombola fährt künftig auf den Straßen in Brechen
Rot ist nicht nur die Farbe der Liebe! Das bewies „Glücksfee“ Ariane Friedrich, als sie um kurz nach Mitternacht die Losfarbe bei der Olympischen Ballnacht zog, die zur „Siegerfarbe“ wurde. „Rot“ muss-ten danach die Lose sein, wollte man zu den Gewinnerinnen und Gewinnern bei der Tombola und somit auch der Hauptpreise zählen.
Als Ariane Friedrich dann die Losnummer 126 aus dem Hut zog, freute sich eine Ballbesucherin ganz besonders – Inge Schupp. Zusammen mit ihrem Mann Heinz und Freunden war sie zur Olympischen Ballnacht gekommen – und konnte diesmal ihr Glück kaum fassen.
Gerade einmal zwei Lose hatte Familie Schupp aus Brechen bei Limburg gekauft, einmal gelb und einmal rot!
„Ich freue mich riesig“, so die 55-Jährige, die bereits zum dritten Mal Gast der Olympischen Ballnacht war. „Eine schöne Veranstaltung. Wir haben wieder viel getanzt“, lobte die glückliche Gewinnerin die Atmosphäre im Kurhaus.
Genügend Kondition hat die Anti-Korruptionsbeauftragte der Stadt Wiesbaden allemal. Beim heimatlichen TV Nieder-Brechen zählen Aerobic, Tennis und Ski fahren zu ihren sportlichen Hobbys. Obwohl ihr Mann sie an diesem Abend allein auf die Bühne im Friedrich-von-Tiersch-Saal gehen ließ, wird auch er in den Genuss kommen, den neuen flotten Mini Countryman zukünftig über die heimatlichen Straßen bewegen zu können. „Wir werden das Auto gemeinsam nutzen“, versprach Inge Schupp.
Das wird auch nicht lange dauern. „Wenn wir die Papiere zusammenhaben, werden wir das Auto gleich anmelden. Dann darf sich Familie Schupp schon in der nächsten Woche auf die erste Fahrt freuen“, versprach Marcus Krumm, Filialleiter des Autohauses Karl & Co. in Mainz-Kastel. Werner Hinz

Vorsitzender der Stiftung Sporthilfe Hessen:
Zehn Jahre Olympische Ballnacht bedeuten nicht nur für den Landessportbund Hessen ein Jubiläum. Ende diesen Jahres kann auch die Stiftung Sporthilfe Hessen auf ihr zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Sie unterstützt hessische Spitzensportlerinnen und -sportler sowie Nachwuchsathletinnen und -athleten auch mit finanziellen Mitteln.
Das dabei die Erlöse aus der Tombola der Ballnacht einen nicht unerheblichen Beitrag dazu leisten, freut auch den Vorsitzenden der Stiftung, Prof. Dr. Heinz Zielinski (Foto: Temizer). Mit einem Dank an die Adresse des Landessportbundes machte er mit einem Fingerzeig auf den attraktiven Hauptpreis der diesjährigen Tombola deutlich, wie wichtig die Unterstützung der Siftung durch Förderer ist.
„Die Gründung der Stiftung Sporthilfe Hessen war ein entscheidendes Instrument der Nachwuchsförderung im Sport in Hessen. Es hat sich bestens bewährt“, so Prof. Zielinski in Wiesbaden. Klar sei aber auch, dass der Erfolg der Einrichtung nicht zuletzt an starke Partner gekoppelt ist, welche mit ihrem finanziellen Engagement dazu beitragen. Dazu zählt seit nunmehr 10 Jahren auch der Landessportbund Hessen und mit ihm die Erlöse aus der Ballnacht-Tombola.
Die haben sich mittlerweile auf über 80.000 Euro summiert – eine gute Investition in die Zukunft! Werner Hinz

Die FFH HIT ARENA – Super Stimmung bis 4 Uhr/DJ Daniel Fischer von Gästen begeistert:
Danielle (22) aus Erbenheim ist begeistert: „Das ist hier genau die richtige Mischung“, sagt die adrette Blondine im zart-blauen Ballkleid, bevor sie von ihrer Freundin Annika zurück auf die Tanzfläche gezogen wird. Danielle und Annika sind zum dritten Mal auf der Ballnacht des Landessportbundes. Das Flanierprogramm genießen, Leute sehen, Wii spielen und vor allem die Disco hat es den Beiden angetan. Genauer gesagt: Die FFH HIT ARENA mit Daniel Fischer an den Reglern.
Fischer, Moderator bei Hessens größtem Privatradio, Hit Radio FFH, gibt das Kompliment der beiden jungen Damen zurück. „Das macht riesigen Spaß hier. Das Publikum ist cool, aber niveauvoll“, vergleicht er die Ballnacht mit anderen Discos, die er als DJ hessenweit beschallt. Und die „Mischung“, freut er sich, sei auch aus seiner Sicht mehr als okay. Dabei meint er freilich den „Gäste-Mix“, die Mischung zwischen Jung und „Alt“ eben. Wobei „Alt“ in diesem Kontext der falsche Begriff ist.
Spaß auf dem Dancefloor
„Jung geblieben“ müsste es treffender heißen. Denn viele der nicht mehr ganz so jungen Disco-Besucher gleichen das eine oder andere Jahr mehr mit umso intensiverem „Engagement“ auf der Tanzfläche aus. Der Spaß ist ihnen dabei durchaus anzumerken. Auch, wenn Daniel Fischer Chart-Hits auflegt, Hits also, die den tagesaktuellen Geschmack des Nachwuchses spiegeln.
Über 4.000 Titel hat der FFH-Profi Für die HIT ARENA mit ins Wiesbadener Kurhaus gebracht. „Sicher, die kann ich heute Abend gar nicht alle spielen. Aber es ist ein gutes Gefühl, auf alles vorbereitet zu sein“, verrät er.
Barry White und AC/DC
Auf alles vorbereitet heißt im Kontext, das Publikum ebenso mit Barry Whites „You are my first, my last, my every-thing“ bedienen zu können, wie mit „Highway to hell“ von AC/DC. Ersteres spielte er zu Beginn der Veranstaltung, letzteres gegen Ende.
Dazwischen standen Musik aus den Achtzigern, der klassische Party-Mix, Dance-Floor und all das, was das Publikum sich wünschte. „Die Leute sollen auf der Tanzfläche Spaß haben und vor allem auf der Tanzfläche bleiben“, lautete dabei das Credo des DJ´s. Ein Credo, das er hervorragend bediente. Denn als die letzten Gäste die FFH HIT ARENA im Wiesbadener Kurhaus verließen, war es deutlich nach vier Uhr morgens. Ralf Wächter

Wiesbader Kurier: Extrablatt zur Ballnacht – um Mitternacht zwölf große Seiten zum Ball
Das war mehr als nur eine reife Leistung. Der unvergessene Hans Rosenthal hätte sie mit den Worten „Das war Spitze“ kommentiert. Gemeint ist die Ballzeitung, die der Wiesbadener Kurier auch in diesem Jahr aktuell zur und (vor allem) während der Ballnacht produzierte.
12 Seiten stark war die Ausgabe, die in diesem Jahr den Titel „Hessen im Herzen. London im Blick“ trug. Prallvoll mit eben gerade Geschehenem, mit unwahrscheinlich vielen Hintergrundinformationen, interessanten Interviews und – natürlich – dem obligaten „Ballgeflüster“.
Ein Team mit insgesamt acht Redakteuren und fünf Fotografen des Wiesbadener Kuriers hatte im Vorfeld des Balls recherchiert und layoutet, während des Balls geschrieben und Ereignisse im Bild festgehalten. Boris Rhein, Minister des Innern und für Sport kam ebenso zu Wort, wie der geplatzte Traum der Olympiabewerbung Frankfurt Rhein-Main 2012 Revue passierte. Ehrensache, dass die Sportlerinnen und Sportler des Jahres vorgestellt, Prominente in Sachen Ballnacht befragt und über das Ballgeschehen per se berichtet wurde. Verantwortlicher „Kopf“ hinter diesem Geschehen: Ulrich Schwaab (kleines Foto), Chefredakteur Sport des Wiesbadener Kuriers. Der war nach Mitternacht aus gleich zwei Gründen zufrieden. Zum einen, weil die Zeitung erneut gelungen und verteilt war, und zum anderen, weil er mit dieser Gewissheit zufrieden seinen 45. Geburtstag feiern konnte. Herzlichen Glückwunsch nachträglich! Ralf Wächter